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Ich kann kaum fassen, dass es schon über drei Wochen her ist, dass ich aus Kenia wieder in Deutschland gelandet bin. Diesmal nur mit dem Handgepäck. Der Rest blieb in Amsterdam und kam später. Naja, irgendwie gehört es schon fast zu meinen Reisen. Ich bin sehr dankbar für die Zeit, die ich in Kenia sein durfte, besonders die Unterstützung durch eure Gebete, Sach- und Finanzspenden. Übrigens Choo (tschoo) bedeutet auf Kiswahili einfach Klo. Ich möchte berichten, was ich alles in den 5 Wochen schaffen konnte und wie Gottes Segen über dem Projekt sich ausbreitete.
In Nairobi, der Hauptstadt von Kenia am 5. Sept. 2016 angekommen, habe ich mich erstmal stark erkältet, was man sich gar nicht in Afrika vorstellen könnte. Nicht desto trotzdem habe ich angefangen, sich intensiv um das Projekt zu kümmern. Nach paar Tagen war ich wieder genesen und konnte dann nach Kitale reisen.

 

Kitale ist eine Stadt im Nordwesten Kenias und hat ca. 100 000 Einwohner. Es sind über 400 Km, die ich zu bewältigen hatte. Das Positive ist, dass die Chinesen seit geraumer Zeit die Straßen bauen, so dass die Reisen komfortabler und schneller geworden sind. Zirka 13 Km von Kitale liegt das Dorf meiner Herkunft Mukuyu.

 
Dort wird das Sanitärprojekt mit Gottes Segen verwirklicht. Wie ihr schon kennt, in der Nähe des Grundstücks, wo das BegegnungsZentrum und Biogasanlage entstehen sollen, befinden sich 4 Schulen. Durch starke Regenfälle in der letzten Zeit, wurden die vorhandenen Grubenlatrinen beschädigt und konnten nicht mehr benutzt werden.
In der Mukuyu Primary School steht zur Zeit nur eine Toilette für 300 Mädchen zur Verfügung. Wir können es uns gar nicht vorstellen, dass es eine Schule ohne Klo geben kann!!! Die Not, einfach auf Toilette zu gehen, ist enorm.
 

In kurzer Zeit konnte ein Treffen mit den 4 Schulleitern, den Dorf-, Kirch- und Ehemaligen-Schülervertretern einberufen werden. Sie waren sehr hilfsbereit und kooperativ. Es entstand eine Arbeitsgruppe, mit der wir zusammenarbeiten. Ein  Büroraum wurde in der Ausbildungsstätte für diese Meetings zur Verfügung gestellt. Die Notlage wurde besprochen und eine Blocktoilette mit 12 Klos als geeignet empfunden. Es ist für die örtliche Behörde kein Problem auf den Schulgeländen Platz für neue Sanitäranlagen zu geben. Ein Architekt entwarf die Sanitäranlagen und half mir die Amtswege zu bewältigen. Es war ein Wunder ( Danke Jesus!), dass wir die Baugenehmigung innerhalb einer Woche bekamen!
 
 
Ich traf mich anschließend mit dem Bürgermeister von Mukuyu Bezirk und seinen Ingenieuren. Für die Weiterplanung der Abwasserentsorgung soll eine Zisterne unterirdisch gebaut werden.
 

Die Zeit der Bauphase hat für mich begonnen. Um anzufangen, wurde erstmal das Grundstück für das Begegnungszentrum umzäunt und eine Einfahrt errichtet.
Ein Brunnen sorgt für die Versorgung mit frischem Wasser.   

  
Der Bau eines Gebäudes, das z.Z. als Lagerraum für Baumaterialien dienen und später als Garage benutzt wird, wurde veranlasst. Die Bauarbeiter waren sehr hilfsbereit aber man musste fast jeden Tag mit ihnen über den Arbeitslohn verhandeln. Es war sehr ermüdend. Das Lagerhaus ist inzwischen fertig, Halleluja!!! Die Stromleitung und Regenwasserrinnen müssen noch angeschlossen werden
Mit Eurer Hilfe von 815€ konnten die Bauarbeiter bezahlt werden! Die Lohnkosten betrugen 1150€ (115 000 kenianische Schilling)

 
Die Transportkosten haben großen Teil , der vorhanden Finanzen verschlungen. Zur Verfügung standen ein LKW, ein Traktor mit Anhänger oder klassisch drei Esel.


Man muss sich vorstellen, dass viele Bauteile erst auf Bestellung gefertigt werden, dann musste ich mich um die Lieferung kümmern! Ich bin zu einer harten Geschäftsfrau ausgebildet worden :)  Zum ersten Mal im meinen Leben habe ich Hornbach oder OBI vermisst!

DER WEG FÜR DEN TOILETTENBAU IST JETZT FREI! Wir freuen uns auf jede Spende, weil es den Toilettenbau voran bringt.


Es ist geplant:


An dieser Stelle möchten wir uns noch einmal in aller Herzlichkeit bei euch für eure Unterstützung  bedanken.

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